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Was ist eine Audiodeskription bzw. Filmbeschreibung?

Die Audiodeskription (auch abgekürzt AD genannt) lässt sich definieren als „in die Dialogpausen eingeschaltete knappe sprachliche Beschreibungen von Bildelementen und Bildfolgen des jeweiligen Films, deren Kenntnis für das Verstehen der Handlung und das Nachvollziehen von Atmosphärischem für unentbehrlich gehalten wird.“[1]

Indem Visuelles in Sprache umgesetzt wird, erhalten blinde und sehbehinderte Menschen Zugang zum Medium Film.

Die AD macht einen Film nicht zu einem Hörspiel. Sie kann und soll filmische Ausdrucksmittel nicht vollständig ersetzen. Insgesamt soll die AD hinter dem im Film Gesprochenen zurückstehen. Sie darf den Film als Kunstwerk nicht verändern.

 

Wer die AD zum Verständnis des Films benötigt, ist nicht generell zu definieren. Daher muss bei der Texterstellung ein entsprechender Kompromiss gefunden werden, der das unterschiedliche Welt- und Erfahrungswissen der Zuhörerinnen und Zuhörer berücksichtigt.

Ein spät erblindeter Mensch hat ein anderes Vorwissen als ein von Geburt blinder. Darüber hinaus wird dieses Wissen auch von der Sozialisation eines Menschen geprägt sowie von seiner individuellen kognitiven Leistungsfähigkeit.

Nach unserer Kenntnis haben sich viele Beschreiberteams darauf verständigt, den Kreis der Späterblindeten als Hauptadressaten anzunehmen und die Beschreibung entsprechend auszurichten. Bei diesen Menschen ist in der Regel noch eine Vorstellung von Farben und Dimensionen sowie ein gewisser Bilderschatz vorhanden.

 


[1] Fix, Ulla (Hg.):Hörfilm. Bildkompensation durch Sprache. Berlin 2005, 8

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